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Grazyna von Lonski Heilpraktikerin für Psychotherapie

Schwerpunkt

Religiöse und spirituelle Prägungen – zurück zur eigenen Wahrnehmung

Glaube und Spiritualität können Halt geben. Sie können aber auch eng machen: wenn sie mit Angst, Schuld und Scham verbunden sind oder wenn eine fremde Autorität bestimmt, was Sie fühlen, denken und wollen dürfen.

Für viele Menschen ist ihr Glaube eine echte Kraftquelle. Diese Seite ist für diejenigen, bei denen er eng geworden ist.

Solche Prägungen wirken oft weiter, auch wenn Sie sich längst von Kirche oder Gemeinschaft gelöst haben. Und manchmal tauchen sie genau dort wieder auf, wo Sie Freiheit gesucht haben.

Zwischen dunklen Bäumen öffnet sich der Blick auf einen stillen See im Abendlicht, am Horizont ein heller Streifen
Was eng geworden ist, darf wieder weit werden.

Wenn Spiritualität unfrei macht

Verwirrende Glaubenssätze erkennen und die eigene Wahrnehmung zurückgewinnen

Vielleicht haben Sie sich von einem engen Glaubenssystem gelöst, um frei zu werden. Sie haben spirituelle Lehren, Seminare und Heilungswege entdeckt. Vieles davon war bereichernd.

Und doch wuchsen irgendwann die Selbstzweifel statt der Klarheit. Die Antworten suchten Sie immer häufiger im Außen.

Nicht jede Lehre, die Bewusstsein und Heilung verspricht, macht frei.

Eine mächtige, rosa und golden leuchtende Wolkenbank über dem stillen See, im Vordergrund Eichenzweige

Kennen Sie das?

  • Wenn andere Ihre Grenzen verletzen, suchen Sie zuerst nach Ihrem eigenen Anteil.
  • Sie unterdrücken Wut, weil Sie fürchten, Ihre Schwingung zu senken.
  • Sie lösen eine Blockade nach der anderen – und sind doch nie „fertig“.
  • Sie vertrauen spirituellen Lehrern, Medien oder „höheren Wesen“ mehr als Ihrem eigenen Empfinden.
  • Sie spüren, dass etwas nicht stimmt, und können es nicht in Worte fassen.

Sie haben viel an sich gearbeitet. Aber haben Sie dabei auch gelernt, sich selbst zu vertrauen?

Das wirklich Subtile: die Verunsicherung der eigenen Wahrnehmung

  • „Alles, was Ihnen geschieht, haben Sie selbst angezogen.“
  • „Andere Menschen spiegeln nur Ihre ungelösten Themen.“
  • „Sie müssen bedingungslos lieben.“

Solche Sätze klingen tröstlich. Werden sie aber zu unumstößlichen Wahrheiten, beginnen Sie, Ihrer eigenen Wahrnehmung zu misstrauen. Genau hier liegt der Kern toxischer Spiritualität: Nicht mehr Ihr Erleben zählt, sondern die Deutung von außen.

Wenn Täter und Opfer die Rollen tauschen

Vielleicht haben Sie Grenzverletzungen, Manipulation oder psychische Gewalt erlebt. Doch statt Anerkennung hörten Sie:

  • „Was hat das mit Ihrer eigenen Resonanz zu tun?“
  • „Welchen Anteil haben Sie daran, dass Sie so behandelt werden?“
  • „Vielleicht haben Ihre Seelen diese Erfahrung gemeinsam vereinbart.“

Ihre berechtigte Wut wird zu Schuldgefühlen. Ihre Grenzen erscheinen als Mangel an Liebe oder spiritueller Reife.

Aus dem Menschen, der verletzt wurde, wird der vermeintliche Verursacher seiner eigenen Verletzung.

Diese Umkehr begegnet uns nicht nur in spirituellen Kreisen, sondern auch in Partnerschaften, Familien, Trennungskonflikten und am Arbeitsplatz. Besonders schwer zu durchschauen ist sie, wenn Sie früh gelernt haben, für die Gefühle anderer verantwortlich zu sein. Mehr dazu unter Toxische Dynamiken.

Selbstreflexion bedeutet nicht Selbstbeschuldigung.
Und Selbstverantwortung bedeutet nicht, die Verantwortung anderer zu übernehmen.

Spiritual Bypassing
Schmerz, Wut und Konflikte werden mit spirituellen Erklärungen übergangen, statt sie ernst zu nehmen.
Spiritueller Missbrauch
Zweifel werden als „Ego“, Grenzen als „Widerstand“ und Kritik als mangelnde Reife abgetan.
Ein Schäfchenwolkenhimmel spiegelt sich so vollkommen im stillen See, dass oben und unten kaum zu unterscheiden sind

Alte Sehnsucht, neue Versprechen

Esoterische Heilsversprechen sprechen nicht nur bestimmte Denkweisen an. Sie treffen oft genau jene emotionalen Bedürfnisse, die durch frühe Bindungsverletzungen unerfüllt geblieben sind.

Was früher an bedingungsloser Zuwendung gefehlt hat, wird nun scheinbar durch spirituelle Auserwähltheit ersetzt.

Die Veredelung des Leidens

Wenn Traumatisierung zum Beweis spiritueller Reife erklärt wird – „Sie sind eine alte Seele und haben sich diesen schweren Weg ausgesucht“ –, bekommt das Leid einen höheren Sinn. Angeschaut und verarbeitet wird es dadurch nicht.

Die große Verwechslung

Spirituelle Entwicklung statt Traumaaufarbeitung

Das heißt nicht, dass Spiritualität und Psychotherapie Gegensätze sein müssen. Aber spirituelle Sinngebung darf die Auseinandersetzung mit realen Verletzungen, Verantwortlichkeiten und Bedürfnissen nicht ersetzen.

Ein frischer, grüner Buchenkeimling wächst aus dem braunen Laub des Vorjahres
Ein grünes Getreidefeld vor dunklem Wald, durch graue Wolken bricht goldenes Licht

Neue Begriffe, altes Muster

Strenge religiöse PrägungMögliche New-Age-Entsprechung
Eine Autorität als Vermittler zu GottChannelmedien als Vermittler zur geistigen Welt
Sünde und SchuldKarma und vermeintlich falsche Resonanz
Erlösung durch den richtigen GlaubenAufstieg durch die richtige Schwingung
Gehorsam gegenüber religiöser AutoritätVertrauen auf Botschaften höherer Wesen
Sich immer wieder läutern müssenEndlose Blockadenlösung und energetische Reinigung
Angst vor göttlicher StrafeAngst vor karmischen Folgen oder niedrigem Bewusstsein

Die Begriffe ändern sich. Das Gefühl, einer fremden Autorität folgen zu müssen, bleibt.

Eine bewaldete Insel liegt grau und verschwommen im Dunst über dem See
Im Nebel
Klarer blauer Himmel über dem See, am Horizont die Alpen, vorn grünes Schilf
Klare Sicht

Was, wenn Spiritualität einfach Verbundenheit ist?

Verbundenheit mit allem, was ist – und zuallererst mit sich selbst, mit dem eigenen Selbst. Darin liegt schon alles.

Dann zeigt sich, was all diese Konzepte gemeinsam haben: Sie verlegen die Verbindung nach außen – zum Vermittler, zur richtigen Lehre, zur höheren Schwingung. Und genau damit sind sie erstaunlich erfolgreich darin, diese Verbundenheit zu verhindern.

Wie ich Sie begleite

Bei mir dürfen Sie Ihre Erfahrungen aussprechen und hinterfragen – ohne Bewertung Ihres Glaubens. Ob Sie ihn behalten, verändern oder verlassen, entscheiden Sie. Ich vermittle Ihnen keine neue Weltanschauung. Mir geht es darum, dass Sie selbst wieder unterscheiden können, was für Sie stimmt.

  • Wahrnehmung zurückgewinnen: Ihr eigenes Erleben von fremden Deutungen unterscheiden.
  • Schuld sortieren: echte Verantwortung von anerzogener Schuld trennen und zurückgeben, was nicht Ihres ist.
  • Grenzen spüren: Wut, Widerstand und ein klares Nein als gesunde Signale verstehen.
  • Sicherheit im Körper finden: mit körperorientierten Methoden das Nervensystem beruhigen.
  • Trauer zulassen: um das, was nicht sein durfte.
  • Die Verbundenheit mit sich selbst stärken: den Zugang zur eigenen, natürlichen Spiritualität freilegen – ohne fremde Autorität. Mehr dazu unter Transpersonale Psychotherapie.

Die psychotherapeutische Begleitung findet in meiner Praxis in Starnberg statt. Psychologische Beratung ist auch online möglich.

Gemeinsam schauen wir:

  • Wessen Stimme hören Sie, wenn Sie sich innerlich verurteilen?
  • Was befolgen Sie heute noch aus Angst?
  • Was befürchten Sie, wenn Sie sich frei ausdrücken?
  • Wo fühlen Sie sich verbunden – mit sich selbst und mit dem, was ist?
Grazyna von Lonski lächelt im Wald, hinter ihr der Stamm einer großen Buche
  • Ihre Geschichte verstehen, ohne Ihr Leid verklären zu müssen.
  • Manipulation erkennen, ohne sich selbst dafür verantwortlich zu machen.
  • Ihre Spiritualität leben, ohne einer fremden Autorität zu folgen.

Ich muss weder auserwählt noch erleuchtet noch besonders hoch entwickelt sein, um als Mensch vollständig wertvoll zu sein.

Gerne begleite ich Sie auf diesem Weg.

Ein einzelner Baum mit Bank auf einer Wiese in der Abenddämmerung, daneben die schmale Mondsichel

Häufige Fragen

Muss ich meinen Glauben aufgeben?

Nein. Was Sie glauben, entscheiden allein Sie. Wir schauen darauf, was Ihnen heute entspricht und was Sie nur noch aus Angst befolgen.

Ich bin selbst spirituell. Bin ich bei Ihnen richtig?

Ja. Ich stelle Ihre spirituellen Erfahrungen nicht infrage. Mir liegt am Herzen, dass Spiritualität frei macht und keine neuen Abhängigkeiten schafft.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Meine Praxis ist eine Selbstzahlerpraxis. Wenn Sie privat bezahlen, bleiben alle Informationen bei mir und unterliegen meiner Schweigepflicht. Mehr dazu unter Honorar.

Wir beginnen dort, wo Sie gerade stehen.

Im kostenlosen Erstgespräch lernen wir uns kennen und klären in Ruhe, ob und wie ich Sie begleiten kann.