Psychotherapie
Körperorientierte Psychotherapie
Den Körper einbeziehen – sich selbst wieder besser spüren.
Was uns seelisch bewegt, zeigt sich oft auch körperlich: Wir halten den Atem an, spannen uns unbewusst an oder fühlen uns innerlich unruhig, schwer oder wie abgeschnitten von uns selbst. Manchmal nehmen wir diese Empfindungen wahr, bevor wir Worte für das finden, was uns beschäftigt.
Körperorientierte Psychotherapie bezieht deshalb neben dem Gespräch auch das körperliche Erleben ein. Gemeinsam erkunden wir behutsam, wie Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen zusammenwirken. Dabei können achtsame Körperwahrnehmung, Atembeobachtung, kleine Bewegungen oder das bewusste Spüren von Halt und Boden unterstützen.
Die körperorientierte Psychotherapie hat ihre Wurzeln unter anderem in der Bioenergetik von Alexander Lowen und verbindet Erkenntnisse aus Psychologie, Körper- und Atemarbeit.
Auch Gefühle können wir dabei Schicht für Schicht erkunden: Hinter Ärger oder innerer Abwehr können beispielsweise Verletzlichkeit, Trauer oder Angst spürbar werden. Indem diese Empfindungen in einem geschützten Rahmen Raum bekommen, kann sich der Zugang zu bisher wenig wahrgenommenen Bedürfnissen und zu einem tieferen Gefühl von Ruhe und Verbundenheit mit sich selbst öffnen.
Sie können lernen, die Signale Ihres Körpers früher wahrzunehmen: Wann wird Ihnen etwas zu viel? Wie spüren Sie ein inneres Ja oder Nein? Was hilft Ihnen, nach Anspannung wieder zur Ruhe zu kommen? So können eigene Bedürfnisse und Grenzen deutlicher werden und neue Möglichkeiten entstehen, mit Belastungen umzugehen.
Ihr Empfinden und Ihr Tempo geben die Richtung vor.
Wir bleiben bei dem, was für Sie im jeweiligen Moment tragbar ist. Alle Übungen stimmen wir gemeinsam ab; körperliche Berührung ist dafür keine Voraussetzung.
Ziel ist, Ihre Selbstregulation zu unterstützen und mehr Sicherheit im eigenen Erleben zu finden, damit Sie sich im Alltag präsenter, lebendiger und handlungsfähiger fühlen und auch bei Entscheidungen spüren können, was für Sie stimmig ist.
Körperorientierte Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn Sie …
- unter innerer Unruhe, Anspannung oder anhaltender Überforderung leiden und schwer zur Ruhe kommen,
- Ihre Gefühle und Bedürfnisse nur schwer wahrnehmen oder sich von sich selbst abgeschnitten fühlen,
- merken, dass belastende Erfahrungen Sie körperlich und emotional noch beschäftigen, auch wenn Sie vieles bereits verstanden haben,
- nach belastenden Beziehungserfahrungen wieder lernen möchten, Ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.